Google Glass Datenbrille im Auto – Prozessauftakt in USA

Kein Alkohol am Steuer, kein Handy am Ohr und auch bald keine Brille am Steuer?

In Kalifornien findet zur Zeit der erste Gerichtsprozess rund um die Google Glass Datenbrille statt. So soll darüber entschieden werden, ob eine Brille mit Internetzugang im Auto genutzt werden darf. Eine Amerikanerin hatte vor wenigen Wochen bei einer Verkehrskontrolle das neue tragbare Gadget von Google auf der Nase – ein Polizist schrieb der Google Glass Benutzerin einen Strafzettel wegen Verstosses gegen das Verbot von TV und Videoabspielgeräten in fahrenden Autos.

Das Gerichtsverfahren in den USA über die sich bisher nur im Test befindende Datenbrille von Google wirft das Augenmerk auf die alltäglichen Herausforderungen der innovativen Brillentechnologie. Die erweiterte Realität mit der Google Brille findet so ihren ersten Dämpfer in der Praxisanwendung.

Der Anwalt im Google Glass Prozess bescheinigt den Medien, das seine Mandantin bei der Autofahrt die Smartbrille lediglich auf der Nase trug und keine Internetverbindung bestand. Das kalifornische Gesetz verbietet die Nutzung von Abspielgeräten im aktiven Strassenverkehr, jedoch wurde dieses lange Zeit vor der Entwicklung der Google Glass Datenbrille verfasst.

Die Google Smartbrille befindet sich zur Zeit in einer breit angelegten Testphase. Mit anfangs 10.000 ausgelieferten Brillen an Entwickler und Testpersonen haben mittlerweile weitere tausende Konsumenten die Chance, eine Google Datenbrille kaufen und die neue Technologie testen zu können. Mit einer ausgeklügelten Gestensteuerung und intuitiven Sprachbedienung verknüpft die Google Smartphone und intelligente Brillentechnik. Ein Head-up Display projiziert Smart-Anwendungen sowie Applikationen direkt vor das Auge, macht diese sichtbar und schafft somit eine einfache Bedienbarkeit von mobilen Anwendungen ohne die Notwendigkeit, das Smartphone aus der Tasche zu ziehen.