Datenbrille Google Glass die Technik der Zukunft?

Sind Augmented Reality Datenbrillen der Wegbereiter für ein neues Technik-Zeitalter?

Revolutionäre technische Entwicklungen wie die Google Smartbrille weisen zweifellos in die Zukunft. Doch wie lange sie angesichts neuer Technologietrends innovativ sind und wie sie unsere Lebens- und Arbeitswelt verändern werden, kann heute noch niemand sagen. Technologische Entwicklungen geschehen heutzutage so rasant wie nie zuvor. Möglicherweise implantiert man uns in fünf Jahren einen Datenchip ins Auge, weil Brillen nun einmal lästig sind. Auch die Google Datenbrille wird uns früher oder später vor Probleme stellen, von denen wir heute noch nichts ahnen. Sie konfrontiert uns mit einer “erweiterten Realität”, auf Englisch “augmented reality” genannt. Waren die virtuelle und die reale Welt bisher zwei verschiedene Dinge, die nicht an allen Orten gemeinsam verfügbar waren, verschmelzen sie jetzt. Mit den Google Smart Glasses hat man den Bildschirm, auf dem man Nachrichten lesen und sämtliche Smartphone-Applikationen nutzen kann, immer vor Augen.

Google bringt die erweiterte Realität vors Auge.

Wie das Leben sein wird, wenn wir alle in der Google Augmented Reality leben, wissen wir nicht. Vor kurzem schien es uns noch unvorstellbar, dass jeder zweite Bundesbürger ein Smartphone besitzen und ständig damit beschäftigt sein würde. Wir riskieren heute ohne zu zögern, beim Autofahren durch das Lesen von Nachrichten oder das Schreiben von SMS abgelenkt zu sein. Wir haben oft keinen Blick mehr für die Natur. Ob Google erweiterte Realität zu uns bringt oder uns von der Realität unserer direkten Umgebung ablenkt, ist eine interessante Frage. Ob unsere realen Freunde oder die Familie noch so wichtig sein werden wie die virtuellen Kontakte, bleibt abzuwarten. Die Datenbrille ermöglicht zweifellos neue Wege in der Kommunikation. Entsprechend hoch ist das weltweite Interesse. Jeder möchte wissen, wie es ist, sich Twitter-Botschaften, Stadtpläne, Adressbücher, Online-Spiele oder E-Mails direkt auf die Gläser der Google AR-Brille projizieren zu lassen. Dem immensen Interesse an neuen Technologien wie der Google Brille fallen derzeit berechtigte Fragen nach Datenschutz, Gesundheitsrisiken oder dem Verlust von Interesse für bisher wichtige Lebensinhalte zum Opfer.

Wie funktioniert Google Glass? Hier das Image-Video der Google Datenbrille.

Nun ist ja die Google Augmented Reality Datenbrille nicht wirklich eine neue Idee, sondern nur eine, die jetzt dem Mainstream zur Verfügung gestellt wird. Zuvor wurden ähnliche Smart Glass Technologien bereits von Hubschrauberpiloten genutzt. Sie konnten sich besser auf das Fliegen konzentrieren, wenn sie alle wichtigen Flugdaten direkt vor Augen hatten. Hollywoodfilme wie “Iron Man” brachten die revolutionären Smartbrillen auf die Leinwand und an ein Millionenpublikum. Neben der 3D-Brille von Google kommen bald auch serienreife Modelle anderer Hersteller auf den Markt. Doch die meisten Interessenten würden wahrscheinlich die Smartglasses von Google kaufen, weil Google einen riesigen Vermarktungs-, Technologie- und Imagevorsprung hat. Man kann die Google Datenbrille ab 2014 im Google Glass Store kaufen. Wie groß die weltweite Nachfrage nach Google Augmented Reality Applikationen sein wird, ist heute noch nicht absehbar. Inwieweit wir zukünftig von Branchenriesen wie Google manipulierbar werden, auch nicht. Google Glass wird unser Leben revolutionieren – aber ob dies immer zum Besseren geschieht, bleibt vorerst offen. Die Möglichkeiten großer Technologiekonzerne, ihre Marktmacht für eigene Zwecke zu nutzen, muss man nicht erwähnen. Klar ist aber auch, dass es in der Bevölkerung ein großes Interesse an Zukunftstechnologien gibt. In jedem von uns steckt ein Gen von Daniel Düsentrieb, dem legendären Erfinder aus den Walt Disney Comics. Wir möchten heute Science Fiction nicht mehr nur als Buch oder Hollywood-Movie konsumieren, sondern tatsächlich erleben. Im Übrigen hat man jeder neuen Technologie Widerstände und Warnungen entgegen gestellt. Manche haben sich als wahr, andere als überzogen erwiesen. Trotzdem besteht die reale Gefahr, dass wir irgendwann unseren einzigartigen Planeten unserer Technologiegläubigkeit opfern, um in ferner Zukunft einen anderen zu besiedeln. Unsere Euphorie und die Medienhype um die Google Videobrille machen uns möglicherweise immer blinder für anderes.

Smartbrille Google Glass im Online Shop oder Google Store?

Im Google Glass Online Shop überwiegt jedoch ganz klar unsere Technologiebegeisterung. Der Fortschritt ist durch Bedenkenträgerei nicht aufzuhalten. Außerdem ist bereits jetzt ersichtlich, dass die Nutzung der Google Glass Technologie zahlreiche Vorteile bietet. Ältere Menschen kommen mit der Technologie von Computern, Tablets, Touchscreens oder Smartphones nicht mehr klar. Für sie gehen die technischen Entwicklungen zu schnell. Senioren erkennen außerdem nicht immer den Nutzen, den solche Technologien gerade für sie haben könnten. Die Google Videobrille ermöglicht per Sprach- und Gestensteuerung, moderne Kommunikationswege zu nutzen. Man kann damit Videos aufnehmen und Informationen abrufen – zum Beispiel einen Stadtplan. Von Bluetooth und WiFi-Nutzungen müsste man alte Menschen erst überzeugen. Noch ist der für die breite Öffentlichkeit angedachte Google Glass Preis so hoch, dass diese innovative Technologie nur älteren Menschen mit Geld zur Verfügung stünde. Man rechnet trotzdem mit einem möglichen Absatz von 100 Millionen Smartbrillen bis ins Jahr 2020. Dabei ahnt man auch als technologischer Laie, dass die technologische Entwicklung ähnlich rasant wie beim Smartphone voran gehen wird. Menschen, die unbedingt das jeweils neuste Modell von Google Glas kaufen würden, wird es genug geben – zumindest bis der Hype um die Google Datenbrille abflaut. Schon bald werden eine Google Smartbrille und eine Google AR App in unserem Alltag normal sein.

Google ist mit seiner Datenbrille “Glass” nicht alleine.

Klar ist aber auch, dass die großen Konkurrenten von Google nicht schlafen. Auch sie tüfteln an zukunftsweisenden Smart Eyewear Modellen und Technologien. Wo ein technologischer Trend zu erkennen ist, springt man als Technologiekonzern auf – und setzt nach Möglichkeit neue Trends in Bewegung, die einem Konkurrenten die Marktmacht anjagen. Es ist ein schnelles und riskantes Geschäft. Wer den Zug der Zeit verpasst, wird zurückgelassen. Ob die Augmented Reality unsere Realität tatsächlich erweitern oder den Blick für Teile der Realität beschränken wird, muss man abwarten. Die mobilen Internetapplikationen der Google Datenbrille sind bisher abhängig von einem Smartphone mit hoher Rechenleistung. Unsere Lebenswelt wird dadurch interaktiver. Wir werden in einer immer stärker vernetzten Lebenswelt ständig mit digitalen Medien verbunden sein. Ob das in jeder Lebenssituation erstrebenswert ist, müssen wir erst noch herausfinden.

Smartbrille “Glass” im Google Shop-in-Shop

Welche Absatzwege für die Datenbrille GoogleGlass genutzt werden könnten.

Die Google Glass Datenbrille soll im kommenden Frühjahr für den Endkunden erhältlich sein. Noch stellt sich die Frage, wie die Google Brille in Zukunft vertrieben wird. Die Zunahme eigener Vertriebswege für konzernfremde und eigene Produkte könnte darauf schliessen lassen, dass Google die Smartbrille “inhouse” über die eigenen Marketing-Channels und Online-Shops veräussern wird. In den letzten Monaten hat Google seine Präsenz als aktiver Player im Online-Verkauf von vor allem hochfrequentierten und umsatzstarken Branchen im Online-Geschäft ausgeweitet. Versicherungsvergleiche oder etwa Online-Shop-Lösungen sind zu den traditionellen Software- und Anwendungsangeboten hinzugekommen. Die Vermarktung von Produkten sowie Dienstleistungen über die eigene Suchmaschine scheint logisch, so steuert der Konzern doch die Algorithmen der Suchmaschinen für das organische Erscheinen der Suchbegriffe bei Google. Des weiteren kann Google über die eigene Anzeigenfunktion gezielte Werbung für seine GoogleGlass Brille machen, schliesslich steuert der Konzern ja selbst den Klickpreis für Suchbegriffe und Werbeanzeigen.

GoogleGlass Datenbrille im Shop-in-Shop Store bald erhältlich?

Ebenfalls möglich wäre ein Verkauf über die neu geschaffenen Google Stores, die auf eine grosse Ähnlichkeit mit der Vertriebsstruktur der Apple Stores verweisen. Der neueröffnete Google-Shop-in-Shop-Store in Hamburg ist deutschlandweit der erste Google-Shop für den Verkauf der eigenen NEXUS-Geräte und Google Produkte. Eine Google Glass Shop-in Shop Vermarktung wäre eine ähnliche Expansions- und Verkaufssstrategie wie beim Konkurrenten Apple, somit erfolgserprobt und prädestiniert für einen flächendeckenden, exklusiven Google Glass Verkauf im eigenen Shop-in-Shop-System. Der nächste Google Store mit Shop-in-Shop System wird bald in München eröffnen, eine weitere Expansion in den grossen deutschen Städten wie Berlin, Köln, Frankfurt oder Düsseldorf könnten Hand in Hand mit der Vorstellung der GoogleGlass Smartbrille erfolgen. Das würde die Präsenz des Suchmaschinenunternehmens auch abseits des Internets in der realen Welt festigen, die Marke noch visueller erscheinen lassen, den Vormarsch der Android & Nexus Palette sowie den potentiellen Google Glass Verkauf im Store steigern und noch exklusiver machen.

Smartbrille im Online-Shop oder exklusiv bei Google kaufen

Fraglich bleibt, ob der IT-Gigant Spielraum für eine Drittvermarktung der Smartbrille zulässt. Wünschenswert wäre es in jedem Fall, wenn die GoogleGlass Datenbrille im Online-Shop zu kaufen ist. Vielleicht konzentriert sich der US-Konzern ja auf seine Wurzeln, die Verarbeitung von Informationen und überlässt die Vermarktung externen Dienstleistern. Das würde bedeuten, dass Google vielleicht mehr an der Vermarktung smarter Applikationen über seinen PlayStore interessiert ist und die technischen Voraussetzungen schafft, um sowohl mit seinem eigenen Betriebssystem Android als auch über das Apple iOS System möglichst viele Endkunden an die Datenbrille Google Glass zu führen und einen evolutionären Schritt in der Kommunikations- und Entertainmentindustrie zu bewältigen. Die Datenbrille kann über eine intuitive Sprach- und Gestensteuerung vom Anwender aus bedient werden, die bedeutet eine immense Erweiterung in der Steuerung und Anzeigeform der Applikation sowie Anwendungen vom Smartphone. Insbesondere für ältere Menschen könnte die smarte Brillentechnologie ein alternatives Bedienelement für einfache Kommunikation und erweitere, intelligente Hilfestellung im Alltag darstellen. Einen Senioren Smartbrille oder Smartapps speziell für die Anwendung durch die ältere Generation gehören in Zukunft sicherlich zu potentiellen Verkaufsschlagern im Datenbrillenmarkt. Schon heute gibt es Hörgeräte-Apps für das Smartphone, die mit der Technik des Handys ein Hörgerät simulieren. Die BioAid Applikation für Smartphones lässt das Gerät über die Mikrofone und Ohrhörer zum mobilen Hörgerät werden.

Ob diese technischen Innovationen die Massen begeistern werden, wird auch massgeblich von der Vermarktungsstrategie des Google-Konzerns abhängen. Es ist wahrscheinlich, dass Google sein neues IT-Spielzeug mit einer grossen Marketing Offensive auf den Markt bringen wird, abzuwarten bleibt allerdings der Vertriebsweg der Datenbrille.